PM: City-Tax für Berlin? Praktisch nicht machbar!

Pressemitteilung

Berlin, 23. April 2013

City-Tax für Berlin? Praktisch nicht machbar!

Der Senat von Berlin hat heute die Einführung einer 5-%-City-Tax ab dem 01.07.2013 beschlossen. Dieser Beschluss ist für die Tourismusbranche der Incoming Unternehmen praktisch sowie reiserechtlich nicht umsetzbar und eröffnet u. a. folgende Fragestellungen:

Wie sollen in Anbetracht des geltenden Reiserechts bestehende Verträge, Buchungen, Ausschreibungen in Katalogen usw. nachträglich nach Bestätigung bzw. Veröffentlichung per 01.07.2013 um 5 % erhöht werden?

Wie soll eine rechtssichere Abgrenzung von privaten und geschäftlichen Reisen erfolgen?

Wir fordern eine unbürokratische Regelung sowie die Ausnahme von bestehenden Verträgen.

Im Incoming-Geschäftsbereich buchen internationale Gäste ihren Aufenthalt in Berlin über ausländische Reiseveranstalter und Reisebüros, welche die Buchungen ohne Angabe des Reisegrundes an eine deutsche Incoming-Agentur weiterleiten. Anschließend gelangen die Buchungen über automatisierte Systeme in die Hotels, Pensionen oder Ferienwohnungen. Die Gäste selbst reisen mit einem Übernachtungs-Voucher in Berlin an, denn sie haben ihre Reise bereits vorab im Heimatland bezahlt.

Der Incoming-Tourismus nach Berlin ist ein sehr sensibles Geschäftsfeld, welches den touristischen Unternehmen (Hotels, Restaurants, Busunternehmen, Gästeführern, Agenturen …) und dem Staat ein erhebliches Einkommen sichert. Eine künstliche Verteuerung schwächt die Position von Berlin im internationalen Wettbewerb. Kann sich Berlin das leisten?

Kontakt:

Tobias Reinsch

Generalsekretär